Die Zins-Verschwörung

Cartoon über das Thema Zinsen

Eine Verschwörung (Lehnübersetzung von lat. coniuratio; auch: Konspiration) ist ein heimliches Bündnis mehrerer Personen mit dem Zweck, einen Plan auszuführen; dieser kann ein selbstsüchtiges, verwerfliches Ziel haben und den Schaden anderer beinhalten, aber auch die Beseitigung tatsächlicher oder vermeintlicher Missstände umfassen. Eine Verschwörung beruht also nicht notwendigerweise auf moralisch niederen Motiven, sie basiert jedoch stets auf Täuschung.

 

Wann endlich steigen die Zinsen? Noch lange nicht!
Warum denn? Weil sonst viele Schuldner (und hier reden wir auch von Staaten) pleite gehen würden!
Was steht auf dem Spiel? Nicht weniger als Ihre finanzielle Freiheit!

Die Zinsen sind nahe null – Geld bringt keine Rendite mehr! Die Sparer sind die Dummen! Das ist leider die harte Realität in Deutschland in diesen Zeiten!

Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen bringen heute meist überhaupt nichts mehr. Die Gebühren übersteigen die Rendite. Sicherheit? Fehlanzeige! Dabei ist dies doch sehr oft die einzige Form der Altersvorsorge der Deutschen. Leider ist auch ein Fest- oder Tagesgeld bei Ihrer Bank keine Alternative. Nach Verzinsung fragen Sie dort bergeblich. Zudem die Probleme mit dem Einlagensicherungsfonds, die jegliche Sicherheitsaspekte lügen strafen.

Dabei besitzen wir Deutschen stolze 5 Billionen Euro an Sparvermögen. Davon alleine 4 Billionen in Schuldpapieren wie Bundesnleihen, auf Sparbüchern Girokonten oder Festgeldern. Diese bringen so gut wie keine Rendite mehr. Aber wen kümmert´s? Erstaunlicherweise sehr wenige!

Geht es um die Mütterrente oder die Rente ab 63, werden 1,3% mehr Rente versprochen, dann hängt Deutschland an den Mündern der Politiker. Wird der Leitzins um weitere 0,3% gesenkt, interesiert das niemanden. Dabei betrifft das Erstere nur einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung tatsächlich und macht dann gerade mal 1 bis 3 Euro monatlich mehr in der Tasche aus. Das Letztere, die Unrentabilität des Sparens, kostet und Deutsche Anleger jedes Jahr Milliarden!

Der Deutsche beschäftigt sich nicht gerne tiefer mit der Materie Geld. Da vertraut man seit Jahrzehnten auf seine Bank. „Die werden das für mich schon machen!“ hört man. Was für die letzten Dekaden gut funktioniert hat, ist ein riskantes Spiel in Zeiten der Eurokrise und Finanzkrise.

Seit der Währungsunion sanken die Zinsen. Damit einhergehend – zumindest anfangs – auch die Inflation. Das Letzte ist Geschichte. Die Inflation steigt – doch das wird uns verschwiegen. Dann kam die Finanzkrise. Staaten machten Schulden um kranke Banken zu stützen. Die Zentralbank senkt ihre Zinsen schrittweise tiefer und tiefer. Weil das alles noch nicht hilft, kauft sie in großem Stil Staatsanleihen moaroder Euroländer auf. Das heißt nichts anderes, als dass nahezu unbegrenzt Geld in diese Länder „hineingepumpt“ wird.

Was würde nun also passieren, wenn die Zinsen erhöhr werden? Klar: Diese bereits schwachen Länder könnten die Zinsen nicht mehr bezahlen. Sie müssten sich entschulden. Die Zinsen dürfen, ja können also gar nicht erhöht werden! Die Sparer sind die Dummen, denn niedrige Zinsen sind ja auch eine Art Steuer. Sie bekommen einfach weniger bis nichts für Ihr Geld.

Das Heil also in Aktien suchen? Der Wealth Effekt zumindest gaukelt uns dies ja zeitweise vor. Doch: In den letzten 12 Jahren ist der Aktienmarkt bereits zweimal massiv eingebrochen; hat komplette Vermögen vernichtet.

Selbst Edelmetalle wie Gold sind bereits in den Kursen massiv manipuliert worden. Trotzdem eine Alternative zumindest für Menschen mit längerer Ausrichtung.

Kein Wunder also, dass sich die Mehrheit der Deutschen lieber an die gesetzliche Rente klammern, als sich mit dem Thema Vermögen und Zinsen zu beschäftigen! Schließlich sind angemessene Zinsen passé. Dass Zentralbanken und Regierungen für Sicherheit und Stabilität sorgen? Ebenfalls passé! Ganz im Gegenteil: Heute wird beherzt eingegriffen, wenn die Zinsen für einen großen Schuldner, wie eben jene maroden Euroländer, zu hoch sind. Dies alles verstärkt jedoch im Endeffekt die Finanzkrise und Eurokrise nur noch weiter.

Ein Umdenken ist also nötig!

Je jünger, desto radikaler muss die althergebrachte Anlagementalität infrage gestellt werden. Weg von den Forderungen und theoretischem Vermögen wie Bankguthaben, Versicherungen und auch (Staats-)Anleihen. Hin zu echten (Sach-)Werten. Natürlich gelten auch Geldanlagen, die mit echten Sachwerten hinterlegt sind, wie zum Beispiel die der LION UK PRime Estates Ltd. Doch solche Geldanlagen sind extrem selten. Zu groß ist die Anzahl der Abzocker.

Das Problem mit der Altersarmmut wird sich verschärfen. Dafür gibt es neben der weithin bekannten Alterspyramide (es gibt sehr bald deutlich mehr Alte, mehr Rentenbezieher als Beitragszahler in der gesetzlichen Rentenversicehrung) natürlich auch Gründe wie den Wealth Effekt, steigende Arbeitslosigkeit und der Unrentabilität von Lebens- und Rentenversicherung. Um nur ein paar zu nennen.

Die richtige Zeit zu handeln

Nur wer jetzt umdenkt, sich nicht gedankenlos Schuldscheine in Form von Staatspapieren, unnütze Lebens- oder Rentenversicherungen oder Sparkonten seiner Bank („Wie haben ja den Einlagensichericherungsfonds!“) als Valiumpflaster aufdrehen lässt sondern echte Werte oder werthaltige Anlagen besitzt, kann der Zukunft entspannt entgegensehen. Er wird der Zins-Verschwörung zucht zum Opfer fallen.

 

 

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