Die RÜRUP-Rente als Rentenlösung?

Bild zur Alterspyramide

Die Rente ist sicher!“ wir alle kennen diesen Ausspruch – und leider auch dessen mangelhaften Warheitsgehalt!

Mittlerweile wissen wir alle, dass wir selbst aktiv werden müssen. Selbst zusätzlich vorsorgen müssen, wenn es im Alter eben nicht nur trocken Brot sein soll. Eurokrise und Finanzkrise machen die Situation sicherlich auch in Zukunft nicht besser. Doch wie sorge ich richtig vor?

Ist die Rürup-Rente die Lösung?

Die Rürup-Rente ist sozusagen die „kleine“ Ausführung der Riester-Rente. Hier dürfen nun auch Selbständige und Freiberufler steuergefördert für ihre Rente vorsorgen. Auch wenn bei Riester die Förderung höher (hier ist der Beitrag unter bestimmten Voraussetzungen zu 100% abzugsfähig, zudem gibt es Zulagen) ist, so hat Rürup durchaus auch seinen Charme: Die steuerliche Abzugsfähigkeit begann im Jahre 2005 mit 60% und steigt in 2%-Schritten jährlich bis hin zur 100%igen Absetzbarkeit im Jahre 2040.

Für Arbeitnehmer gilt also: Erst Riester voll ausnutzen und dann mit Rürup ergänzen.

Was passiert aber mit Ihrem Rürup-Vertrag bei einer Währungsreform?

Wichtig ist nämlich zu wissen: Sie kommen definitiv erst mit 60 an Ihr Geld. Eine frühere Kündigung ist nicht möglich. Keine Ausnahmen! Auch erfolgt die Auszahlung nur als lebenslange Rente (Teil-Sofortauszahlung ist dabei manchmal möglich). Vererben, Übertragen oder Beleihen ist nicht möglich!

Dies sind Nachteile, die es zu beachten gilt. Ein Vergleich zu einer Anlage z.B. in Edelmetalle oder andere flexible Anlagen sollte also in Betracht gezogen werden. Eine herkömmliche Lebensversicherung oder Rentenversicherung ist dabei oft kein Thema, alleine schon aufgrund der schlechten Verzinsung. Das Selbe gilt für Tagegelder und Festgelder. Dazu kommt die Unsicherheit bei Banken und die nur trügerische Sicherheit durch den Rettungsfonds.

Bei der Rürup-Rente wird also konkret das Guthaben vor Rentenbeginn in festverzindliche Wertpapiere wie Bundesschatzbriefe und Staatsanleihen umgeschichtet und von da an monatlich an Sie ausbezahlt. Ein Mitspracherecht haben Sie hierbei nicht.

Sollte nun also eine Währungsreform kommen oder der Staat sich anderweitig entschulden, wird das zu einem ernsthaften Problem werden! Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass es bei einer so langen Laufzeit (schließlich kommen Sie ja erst definitiv mit 60 an Teile Ihres Geldes) die Wahrscheinlichkeit einer Währungskrise bei gut 96,3% liegt!

Die Sterbetafeln benachteiligen Sie

Weil das alles aber nicht genug ist, kalkulieren die Lebensversicher zudem mit für Sie sehr ungünstigen Sterbetafeln. Dort wird von längeren Lebenszeiten ausgegangen als zum Beispiel bei Risikoversicherungen.

Was das nun wieder für Sie bedeutet? Das bedeutet, dass die Renten entsprechend niedrig sind und Sie oft Jahrzehnte brauchen, um alleine Ihr einbezahltes Kapital wieder zurückzuerhalten. Von jedweder Verzinsung ganz zu schweigen.

Fazit – gut überlegen

Wenn man die ganzen Fakten zusammenträgt, dann sollten Sie sich den Abschluß eines Riester-Vertrages zumindest gut überlegen. Was früher ein sehr guter und richtiger Rat war, kann in der heutigen Zeit durchaus Haken und Ösen haben!

 

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