Achtung riskante Lebensversicherungen

Riskante Lebensversicherung

Im Durchschnitt haben wir alle in Deutschland 1,2 Lebensversicherungen. Meist um für unser Alter vorzusorgen um sich auch etwas leisten zu können.

Dies kann jedoch gewaltig nach hinten losgehen, wenn man sich mal anschaut, was sich da für uns alle momentan zusammenbraut!

Tatsächlich ist das, was offiziell als kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherung bezeichnet wird schon fast (Trick-)Betrug zu nennen. Noch dazu von staatlicher Seite abgesegnet.

Ein bezeichnenderer Name nämlich wäre kapitalvernichtende Versicherung!

Dass Versicherer die den Großteil der ihnen anvertrauten Kundengelder in Fässer ohne Boden (Staatsanleihen von maroden Banken wie z.B. der WestLB sowie diverse Staatsanleihen krisengeschüttelter Staaten) ist mittlerweile allgemein bekannt.

Was die wenigstens jedoch wissen: Rund 2,5 Billionen versicherter Leistung stehen gerade einmal 650 Milliarden Deckungskapital gegenüber. Wie sollen diese Versprechen denn da eingelöst werden?

Doch damit nicht genug! Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf den § 89 VAG werfen (hier der direkte Link zum Nachlesen):

 

§ 89 VAG regelt dasZahlungsverbot und die Herabsetzung von Leistungen im Versicherungsaufsichtsgesetz.

Zusammengefasst sagt er folgendes aus:

  1. Ergibt sich bei Prüfung der Vermögenslage eines Unternehmens, dass dieses nicht mehr imstande ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen, können alle Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung verboten werden.
  2. Die Aufsichtsbehörde kann wenn nötig die Verpflichtungen des Versicherungsunternehmens herabsetzen. Die Verpflichtung der versicherten Personen jedoch zur Beitragszahlung bleibt bestehen!

Kurz also: Sie müssen weiter einzahlen und bekommen entweder weniger oder gar nichts mehr heraus. Ein Aussteigen ist dann laut Gesetz für Sie nicht mehr möglich. Einzahlungspflicht mit Auszahlungsstopp also.

 

Aber so etwas kann uns in Deutschland ja nicht passieren. Wie sind versichert. Auch Versicherungen sind versichert.

Richtig. Die Gesellschaft, die insolvente Versicherer auffängt heisst hierzulande Protektor AG.

Diese Auffanggesellschaft ist jedoch für das Auffangen einzelner Versicherer gemacht. Also eher für einen leichten Regen als für einen echten Schauer. Die finanziellen Mittel um gleich mehrere große Versicherer aufzufangen sind nicht gegeben – klar, wie denn auch, wenn die gesamte Branche nicht einmal genug Geld hat um ihren eigenen Verpflichtungen nachzukommen.

Was aber tun? Kündigen?

Nun, wie wir alle wissen, ist eine Kündigung meist mit Verlusten behaftet. Oftmals ist nach Inflationsbereinigung gerade einmal die Hälfte des eingezahlten Kapitals noch vorhanden. Also Augen zu und weiterzahlen, beitragsfrei stellen oder gar kündigen?

Ihnen hier richtig zu raten ist alleine wegen der rechtlichen Lage sehr schwierig.

Holen Sie Ihr Vermögen heraus realisieren Sie gegebenenfalls Verluste. Lassen Sie es im Vertrag, dann „profitieren“ Sie nicht nur von einer schlechten bis sogar negativen Verzinsung (in dem Fall wird das Geld weniger), sondern riskieren sogar nach Gesetzestext das einbezahlte Vermögen komplett zu verlieren. Dazu kann Sie sogar die Pflicht zum Weiterzahlen treffen.

Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende?

Diese Frage wird im Lager der Versicherungsvermittler, -Makler und all derer, die einfach eine Meinung zum Besten geben möchten weil sie mal irgendwo etwas gehört oder gelesen haben heiss diskutiert.

Fakt ist: Lebensversicherungen und Rentenversicherungen werden zunehmend riskante Geldanlagen.

 

Zudem sind Lebensversicherungen noch nicht einmal mehr lohnenswert.

Nicht nur der Zinssatz der Versicherungen schmilzt stetig wie Eis in der Sonne dahin. Was einem nämlich nicht gesagt wird: Dieser Zinssatz gilt nicht für die Summe, die Sie monatlich von Ihrem Konto einbezahlen!

Verzinst wird nämlich nur der sogenannte Sparanteil. Der Sparanteil ist – wie könnte es anders sein – niedriger als der Betrag, den Sie an den Versicherer abgeben.

Hier werden nämlich neben Vertriebs- und Verwaltungskosten auch die sogenannten biometrischen Risiken (wenn Sie z.B. einen Todesfallschutz vereinbart haben) abgezogen. Der Rest wird dann mit dem kläglichen aktuellen Zinssatz von sage und schreibe 1,25%. Effektiv oft ein Minusgeschäft für den Kunden.

 

Doch kommen wir zurück zur Gretchenfrage: Was tun?

Diese Entscheidung müssen Sie tatsächlich selbst treffen? Möchten Sie den Kopf in den Sand stecken und können mit „es wird schon nichts passieren“ gut schlafen oder realisieren Sie lieber einen Verlust, bereiten dem Ganzen ein Ende und schauen nach vorn um selbst Entscheidungen für den Schutz Ihres Vermögens zu treffen?

Vielleicht hilft Ihnen auch unsere Geldsicherheitscheckliste, die Sie hier downloaden können.

Was auch immer das Richtige für Sie ist: Nehmen Sie sich jetzt gleich vor, eine eigene Entscheidung zu treffen (ja, auch wenn die Entscheidung heisst nichts zu tun). Das Schlimmste, was Sie tun können ist diesen Artikel gelesen zu haben und keine selbstständige Entscheidung daraus treffen zu wollen.

 

Was meinen Sie zum Thema? Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

 

 

 

 

 

 

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